Polnische Burgen
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blankTykocin - Wersja polska

Schloss in Tykocin

  

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Beschreibung


ELokalizacja zamku na mapie Polskiine erste Befestigung errichteten an dieser Stelle die Herrscher Masowiens wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert. Eine gemauerte Burg erbaute dann im Jahre 1433 der Woiwode von Vilnius Jan Gosztold, der als Anführer des litauischen Heeres in der Schlacht bei Grunwald bekannt geworden ist. Sie hatte die Form eines unregelmäßigen Vierecks. Vor der südöstlichen Mauer befand sich ein Wohngebäude. Bis zum Jahre 1542 gehörte die Burg den Gosztolds und nach dem Tode des letzten Vertreters dieser Familie kam sie in die Hände des Königs Zygmunt Stary und nach ihm gehörte sie dem König Zygmunt August.
Auf seinen Befehl hin wurde mit dem Ausbau der Burg Tykocin begonnen. 
Zamek w Tykocinie
von ZeroJeden, VI 2008
Es wurden ein neues Wohngebäude im Renaissancestil und einige Wirtschaftsgebäude außerhalb der Burganlage vor den Wehrmauern errichtet. Ein Teil von ihnen wurde von der Burgmannschaft genutzt. König Zygmunt August beaufsichtigte die Bauarbeiten persönlich während seiner zahlreichen Aufenthalte in Tykocin.
Die Burg bildete eine der am stärksten befestigten Wehranlagen in Polen. Von Vorteil war das sumpfige Umland, in dem der Feind nur mit Mühen einen Standort für seine Artillerie fand. Die Anlage wurde mit Holz-Erd-Wällen, Gräben und Palisaden zusätzlich geschützt. Die Ecken der rechteckigen Befestigung bildeten vier zylinderförmige Türme, und an einem der Burgflügel wurde das Tor durch einen Turm besonders gesichert. Hier in Tykocin hinterließ der letzte der Jagiellonen seinen Schatz und eine reiche Büchersammlung, die aus Vilnius hierher überführt wurde.
Zygmunt August wurde nach seinem Tode auf dem Wawel in Krakau bestattet, auf der Burg in Tykocin verblieben aber seine Schätze. Diese erhielt daraufhin Stefan Batory, als diesem durch seine Vermählung mit 
Zamek w Tykocinie
Plan miasta z oko³o 1790 roku, rys. Kruszewski, zaczerpniête z: 'Zabytki architektury i urbanistyki w Polsce' Warszawa 1986
der Erbin Augusts, Anna Jagiellionka, auch die polnische Krone zufiel. Auch dieser König schätzte die Festung Tykocin, aber er legte größeren Wert auf die Verteidigungsqualitäten der Burg als Zygmunt August. Auf seinen Befehl hin wurde in Tykocin ein königliches Waffenlager eingerichtet. Historiker gehen davon aus, daß hier 500 Kanonen sowie eine große Zahl von Handfeuerwaffen und Munition bereitgehalten wurden.
Wegen des Fortschrittes in der Artillerietechnik wurden zu Beginn des 17. Jahrhunderts um die Burgmauern herum Basteien errichtet. Vier miteinander verbundene Erdbasteien, die von innen mit verstärkenden Holzkonstruktionen versehen worden waren, nahmen eine Fläche von über sechs Hektar ein, wobei die Seitenlänge jeweils 250 Meter betrug.
Der einzige Zugang zur Burg führte über eine Brücke, die auf der der Burg gegenüberliegenden Flußseite von einem Alumnat geschützt wurde, in dem in Friedenszeiten verdiente Offiziere residierten. Einen Platz im Alumnat verlieh der Oberbefehlshaber Offizieren, die keine eigenen Mittel, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten, besaßen.
Im 17. Jahrhundert galt Tykocin allgemein als eine der 
Zamek w Tykocinie
von ZeroJeden, VII 2005
gewaltigsten in einer Niederung gelegenen Festungen in Europa. Die Belagerung Tykocins während des schwedischen Einfalls beschrieb Sienkiewicz in seiner "Trilogie". Es sind auch zeitgenössische Berichte von Teilnehmern der Kämpfe erhalten geblieben. Während des Angriffes auf die von der Armee Janusz Radziwi³³s gehaltenen Festung gab der Anführer der Angreifenden, Pawe³ Sapieha, seinen Soldaten die Erlaubnis, nach der Eroberung die Burg plündern zu dürfen. Dieses war in der damaligen Zeit eine gängige Praxis, um die Kampfmoral der angreifenden Verbände zu erhöhen.
Obwohl eine Artillerieunterstützung nicht möglich war, befahl Sapieha die Mauern zu stürmen, wobei für ihn der Frost, der die Burggräben zufrieren ließ, von Vorteil war. Überrascht von dieser Wende, konnten sich die Truppen Radziwi³³s nur einige Stunden lang verteidigen, bis die Schweden entschlossen zwei Burgtürme und das Torgebäude sprengten. Sie nahmen dabei ihren Tod in Kauf, um nicht in die Hände der mit Macht angreifenden polnisch-litauischen Armee zu gelangen.
Tykocin wurde am 27. Januar 1656 
Zamek w Tykocinie
von ZeroJeden, VII 2005
erobert, wodurch der Handelsverkehr zwischen Polen und Litauen wiederbelebt werden konnte. Nach dem Krieg erhielt Stefan Czarniecki die Burg als Belohnung. Sie wurde von ihm wiederaufgebaut. Die Festung diente weiterhin als Waffenlager, gelangte später aber in den Besitz der Branickis. Während des Nordischen Krieges kam es hier im Jahre 1705 zum Treffen zwischen dem polnischen König August II. und dem Zaren Peter I. Die Burg wurde noch bis 1734 bewohnt, als sie teilweise abbrannte und dann zur Ruine verfiel.
In der Mitte des 18. Jahrhunderts begannen die Bewohner der Umgebung, die Burg abzureißen und das gewonnene Baumaterial für die Errichtung neuer Häuser in Tykocin zu verwenden. Das Hochwasser 1771 besiegelte dann das Schicksal der zuvor noch erhalten gebliebenen Teile des Bauwerkes. 1915 verwendeten die Deutschen Steine und Ziegeln 
Zamek w Tykocinie
fot. Joanna Mañkowska
der Ruine zum Bau und zur Befestigung von Wegen. Die Erde zweier Basteien wurde abgetragen und zur Aufschüttung von Deichen genutzt.
Heute sieht man am Standort der einst mächtigen Festung nur noch kleine Reste der Erdbefestigungen. Aus den Mauerresten kann man nur mit Mühen den Grundriß der früheren Gebäude ablesen. In einem guten Zustand, wenn auch mehrfach umgebaut, befindet sich das die Burgbrücke schützende Alumnat.




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Zamek w Tykocinie - Plan zamku wed³ug Andrzeja Gruszeckiego 'Metoda i wyniki badañ fortyfikacji bastionowej zamku w Tykocinie' Zamek w Tykocinie - Plan miasta z oko³o 1790 roku, rys. Kruszewski, zaczerpniête z: 'Zabytki architektury i urbanistyki w Polsce' Warszawa 1986 Zamek w Tykocinie - fot. Joanna Mañkowska Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VI 2008 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VI 2008 Zamek w Tykocinie - Zdjêcie z lotu ptaka, fot. ZeroJeden, VI 2019 Zamek w Tykocinie - Zdjêcie z lotu ptaka, fot. ZeroJeden, VI 2019 Zamek w Tykocinie - fot. Joanna Mañkowska Zamek w Tykocinie - fot. Joanna Mañkowska Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005 Zamek w Tykocinie - von ZeroJeden, VII 2005
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